Unter Anleitung von Revierleiter D. Steffen (Forstrevier Liebenscheid) erfolgte für die Ortsbürgermeister der Gemeinden Bretthausen, Homberg, Liebenscheid, Nistr-Möhrendorf, Rehe, Waigandshain und Willingen am 20.01.2012 die Besichtigung des Submissionsplatzes bei Udenhausen. Es konnte sehr schön dargestellt werden, welche Ziele durch den Revierleiter angestrebt werden. So lassen sich durch die richtige Umsetzung der Rheinland-Pfälzischen Waldbaurichtlinie wertholzhaltige Bäume erziehen. Diese werden dann zur Wertholzsubmission zum Verkauf angeboten. Die Ernte von wertholzhaltigen Bäumen soll dann nicht mehr überwiegend dem Zufall überlassen werden, sondern es wird gezielt daraufhin gearbeitet. Jedes Jahr werden aus den umliegenden Forstamtsbezirken mehrere Festmeter Laub- sowie Nadelholz zum Submissionsplatz geliefert. So ließen sich in diesem Jahr Holzerlöse z.B. bei der Gemeinen Esche von bis zu 258,00 €/fm, bei der Stieleiche von bis zu 1008,00 €/fm, bei der Traubeneiche von bis zu 839,00 €/fm und beim Bergahorn von bis zu 1374,00 €/fm erzielen. Beim Nadelholz wurden für die Europäische Lärche Gebote bis zu 568,00 €/fm und für die Douglasie bis zu 269,00 €/fm abgegeben. Den Exkursionsteilnehmern viel auf, dass hauptsächlich die Merkmale der Dimension und der Qualität die entscheidenden Faktoren für den Holzerlös sind. Besonderheiten, wie sonderbare Wuchsformen oder astige Stämme wurden nur vereinzelt beboten. Am Ende der Exkursion kam man gemeinsam zur Erkenntnis, dass auch mit Laubholz Geld zu verdienen ist. Diese Erkenntnis darf natürlich nicht dazu führen, dass in das Extrem "nur Laubholz" gearbeitet werden darf. Das sogenannte Warenlager (der Wald) muss für jeden Interessenten, zu denen die Nadelholzindustrie wie auch die Brennholzselbstwerber gehören, gefüllt sein.

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